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Die Geologie der Rigi

Die Kalkfelsen von Hochfluh, Urmiberg und Vitznauer Stock gehören zur alpinen Randkette, die auf die subalpinen Flysch- und Molasseschichten aufgeschoben wurden. Der grössere Teil der Rigi gehört zur Molasse, den verfestigten Ablagerungen der Ur-Reuss.

Charakteristisch für den Bereich der MOLASSE ist der Wechsel von harter Nagelfluh und weichen Mergel- und Sandsteinschichten. Durch Verwitterung der Nagelfluhfelsen und Abgleiten auf den durchnässten Mergelschichten entstehen zahlreiche Rutschungen und Bergstürze. So besteht etwa 1/3 der Oberfläche der Rigi aus Bergsturztrümmern.

FLYSCH ist eine Folge von sandigen, mergligen und tonigen Sedimenten, die nur gering verfestigt sind. MERGEL ist ein sedimentäres Lockergestein aus Ton, Kalk und Sand. NAGELFLUH sind die verfestigten Gerölle urzeitlicher Flüsse und SANDSTEIN ist ein sedimentäres Gestein aus verkitteten Sandkörnern.
Rigenen
Rigenen am Lehnenweg
Kalknagelfluh
Kalknagelfluh

Die Entstehung der Rigi

Zwischen dem afrikanischen Block und dem eurasischen Block, dessen Südrand etwa der Schwarzwald bildet, lag das Ur-Mittelmeer. Als sich der afrikanische Block nach Norden bewegte, wurde die dazwischen liegende Erdrinde zum Alpenkamm aufgewölbt. Nördlich des Alpenkammes entstand eine Einsenkung, in der die Verwitterungsprodukte der Alpen als Schutt, Geröll und Sand abgelagert wurden.
 

 

Die Gerölle wurden zur Nagelfluh und die Sande zu Sandstein verfestigt (Molasse). Durch Hebungen und Senkungen des Alpenkammes drang zeitweise Meerwasser ein, so dass jeweils eine untere und eine obere Meeres- und Süsswassermolasse entstanden. Weiterer Druck von Süden auf die Alpen bewirkte, dass der Molasseblock schliesslich aus dem Becken herausgehoben wurde.

Das Klima der Rigi-Südseite

wird bestimmt durch hohe Sonneneinstrahlung, Rückstrahlung und Wärmespeicherung durch den See sowie gelegentliche Föhnwinde. Bemerkenswert sind die relativ hohen Temperaturen auf Kaltbad (1440m) im Frühling und im Winter.

viele Panoramabilder

entstanden auf der Rigi, hier ein historisches Beispiel:
 

Panorama Rigirama
Aussicht von unserer Ferienwohnung oberhalb von Weggis, vom Niederbauen zum Pilatus.

 
Das Wandern  ist nicht nur des Müllers Lust.
Als ersten Einstieg, der für ältere Menschen und auch für Kinderwagen gut geeignet ist, empfehlen wir den ebenen, aussichtsreichen Höhenweg von Kaltbad westlich zum Känzeli oder östlich nach First.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, und keine langen Anstiege mag, der sollte den Weg zur Scheidegg wählen. Der breite und ebene Weg verläuft auf einem ehemaligen Bahndamm (siehe Geschichte) und ist auch im Winter gut gepfadet einschliesslich einer doppelten Langlaufspur, die ab First sehr zu empfehlen ist. Der Ausgangspunkt Kaltbad ist mit der Seilbahn ab Weggis oder der Zahnradbahn ab Vitznau bequem zu erreichen. Von hier geht der Weg über First zur Bahnbrücke nach Unterstetten (empfehlenswertes Restaurant) und durch einen kurzen Tunnel nach Beinbrechi (nomen non est omen). Zum Schluss kommt noch ein kurzer Anstieg nach Scheidegg. Für den ganzen Weg hin und zurück benötigt man im Sommer etwa 4 und im Winter etwa 5 Stunden.

Zu schneefreien Zeiten kann man diesen Weg etwas erweitern, indem man bei First rechts auf den seewärts gelegenen Felsenweg abzweigt, der spektakuläre Tiefblicke bietet (schwindelfrei sollte man sein). Der Weg führt zurück auf den Bahndamm und weiter über Unterstetten nach Beinbrechi (nomen non est omen). Jetzt geht es rechts leicht abwärts auf dem Seeweg mit herrlicher Aussicht und reicher Flora (30 Orchideenarten blühen auf der Rigi) zurück nach Unterstetten. Unter der Brücke nun abwärts nach Klösterli, einem bekannten Wallfahrtsort. Weiter aufwärts zu Fuss oder mit der Bahn nach Staffel, wo sich die Zahnradbahnen von Vitznau und Goldau treffen. Auf einem ebenen Weg längs der Bahnlinie geht es zur Staffelhöhe. Von hier erfolgt der Abstieg zum Känzeli, und auf ebenem Weg geht es zurück nach Kaltbad.

Am West- und Südhang der Rigi, zwischen 100 und 300m über dem See, verläuft der Lehnenweg von der Hohlen Gasse in Immensee bis nach Gersau. Für den ganzen Weg braucht man etwa 7 Stunden, doch gibt es genügend Möglichkeiten, die Wanderung durch einen Abstieg nach Weggis oder Vitznau zu unterbrechen. Das Teilstück zwischen Weggis und Vitznau ist etwas anspruchsvoller (Leitern, Hunde mögen so etwas gar nicht), aber ohne gute Wanderschuhe sollte man ohnehin nicht unterwegs sein.

Und dann gibt es noch die klassischen Aufstiegsrouten, zum Beispiel von Weggis durch das Felsentor nach Kaltbad, auf denen man früher die mehr oder weniger prominenten, auf jeden Fall zahlungskräftigen "Rigibesteiger" (wie die Queen Victoria) in die Höhe getragen hat.

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